zum Glück
zum Glück

Aktuell

 

Unser Laden an der Schipfe ist am Sechseläuten-Montag, 19. April, OFFEN!

Hingegen ist das Restaurant Kantine Hermetschloo, die Werkstatt und das Büro an diesem Tag geschlossen.

 

Dafür könnt Ihr ab Dienstag, 20. April wieder genüsslich auf der Terrasse essen und auch im Laden hat`s zwei Tischchen auf dem Balkon parat für Euch. Wir freuen uns sehr!


Die Marktlücke ist zertifiziert und akkreditiert!

 

  • Die Marktlücke hat sich Ende 2020 erfolgreich als Angebot der Kantonalen Integrationsförderung IAZH für Geflüchtete akkreditiert. 
  • Im Januar 2021 haben wir das Qualitätszertifikat InQualis, Arbeitsintegration Schweiz erlangt.


Wir freuen uns sehr, dass wir nun die Qualität unserer Arbeit auch überprüfbar nachweisen können.


Covid 19 - Massnahmen

LADEN
Unser Laden an der Schipfe hat wieder zu den gewohnten Zeiten offen: Montag bis Freitag, von 10 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 17 Uhr — und Sie können wieder das ganze Sortiment einkaufen.

 

RESTAURANT
Im Restaurant Kantine Hermetschloo kochen wir nach wie vor täglich zwei Menus und feine Salate, die Sie zwischen 11:30 und 14 Uhr abholen können. Menuplan

Durch das Wegfallen des Mittagservices, sowie dessen Vorbereitungen, haben wir nun Zeit, die Teilnehmerinnen (TN) fachlich wie auch in der Allgemeinbildung zu schulen. Wir weiten unser Deutschangebot aus und führen jeweils montags, dienstags und donnerstags vermehrt fachliche Schulungen durch. Ausserdem profitieren die Service-TN auch von den Küchenschulungen und Menübesprechungen. Um die übrige Zeit ebenfalls gut zu nutzen, werden die Service-TN zusätzlich in die Produktion der Werkstatt eingebunden (jeweils mittwochs und freitags). 
 

Zusätzlich haben wir unser Take-away Angebot erweitert:

  • Vegi Pita mit Ofengemüse, Pesto und Scamorzza
  • Tagessuppe in der praktischen Bügelflasche
  • Käse-Spinat-Quiche

Schöner kann's kaum werden

Ein Artikel von Urs Bühler, erschienen in der Neuen Zürcher Zeitung vom 2. Juli 2020, Seite 15, in der Rubrik "LUNCH"

Wir sollen die scheinbar alltäglichen Dinge wieder schätzen lernen: Das gehört zu den Erkenntnissen der vergangenen Wochen eingeschränkter Verfügbarkeit. Man freut sich wieder an Details wie ein kleines Kind, so ist es mir kürzlich ergangen bei einer Entdeckung an einem der schönsten Alltagsorte der Stadt: der Zürcher Schipfe.

Neuerdings gibt es an dieser kleinen Uferpromenade direkt an der Limmat zwischen Gemüse- und Rudolf-Brun-Brücke ein winziges Paradies, das unser Blut mit Koffein und unsere Seele mit einer Extraladung Glück versorgt: Der schon län- ger bestehende Laden «Marktlücke» hat seine winzige Terrasse über dem Fluss soeben zu einer Café-Bar umgestaltet.

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Die treue Leserschaft dieser Kolumne weiss, dass der Verfasser Superlative meidet wie der Teufel das Weihwasser. Aber in diesem Fall juckt es ihn in den Fingern: Gibt es eine zauberhaftere Lage in der Stadt, um einen Espresso zu schlürfen? Am Geländer des kaum einen halben Meter tiefen, aber die ganze Hausbreite einnehmenden Holzbalkons sind sechs ovale Tische mit Messingrahmen befestigt. Als Sitzgelegenheit dient das Fensterbrett, in Kistchen wachsen Minze, Verveine, Klee und Geranien. Dieser Minigarten Eden ohne Firlefanz fasst vielleicht zehn Gäste plus einen Besen an der Wand – unter den Corona-Auflagen etwas weniger, dann hat man definitiv Luft genug. Im Paradies hat es hoffentlich mehr Platz, aber viel schöner kann’s dort kaum sein.

Da steht man also und sieht den Fluss unter den Füssen vorbeiziehen, die womöglich genetzt werden, wenn ein Lim- matschiff vorbeifährt und etwas Gischt durch die Holzplanken hochspritzt. Man winkt den selbstverliebt dahingleiten- den Schwänen zu und den blauen Trams, die auf der anderen Seite der Limmat in sicherer Distanz vorbeirauschen, lässt den Blick schweifen von der Liebfrauenkirche bis zum Grossmünster, den pastellfarbenen Fassaden zum Teil mittelalterlicher Häuser entlang. Zum Glück haben die vor bald achtzig Jahren den Plänen für einen Kahlschlag der Altstadt getrotzt!

Der (übrigens auch geeist erhältliche) Kaffee, den uns eine sehr freundliche Dame zubereitet, fliesst aus keinem öden Vollautomaten, sondern schön dickflüssig aus einer anständigen Maschine. Der Espresso rechtfertigt den Preis von 4 Franken 50 (samt einem Glas Wasser) vollauf – würde hier ein Aufpreis für die Lage geheischt, könnte er doppelt so hoch sein. Aber das wäre natürlich unverschämt, und das ist man hier nicht: Die Lokalität ist eingebettet in ein privates Sozialprojekt mit Programmen, die erwerbslosen Frauen Arbeit und Förderung zugleich bieten, mit Hauptstandort in Altstetten. Dort werden in einer Werkstatt viele der im Laden verkauften Alltags- und Geschenkartikel produziert, von Textilwaren bis zu Sommervogel-Mobiles, und das Restaurant «Kantine Hermetschloo» geführt.

Häppchen aus dessen Küche stehen nun auch in der Schipfe in einer Vitrine bereit, etwa ein feiner Zitronenkuchen (Fr. 4.50), mittags Quiches (Fr. 6.50) oder Salate im Weckglas (ab Fr. 9.50) und Chopfab-Bier (Fr. 5.–), wobei abends (noch) wie im Laden um 19 Uhr Schluss ist und morgens offiziell erst um 10 Uhr geöffnet wird.

Wird es auf dem Balkon zu eng, kann man sich auch auf dem lauschigen Plätzchen verpflegen, das sich zwischen der grossen Terrasse des städtischen Restaurants «Schipfe 16» und dem Laden erstreckt. An jenem Treffpunkt für Jung und Alt streckt sich vielleicht auch einmal ein Randständiger auf einem Bänkchen aus, mit seinen Habseligkeiten in einer Ein- kaufstasche als Kissen, und kaum jemand stört sich daran. Zumindest diese täglich verfügbare Dosis Glück gehört allen.

Marktlücke, Schipfe 24, 8001 Zürich


Das Tram 2 fährt direkt bis Micafil!

Von da ist es nur noch ein Katzensprung bis zur Hermetschloostrasse 70: gleich neben Coop-Tankstelle rechts bis zur nächsten Querstrasse - dort sehen Sie schon die grosse Tafel "Genossenschaft Gleis 70".

Im 6. Stock: Restaurant Kantine Hermetschloo

Im 5. Stock: Werkstatt und Büro der Marktlücke